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Australische Steuererklärung nach Work & Travel selber machen (2017)

Ach ja, die Steuererklärung – wer liebt sie nicht? Einmal im Jahr gilt es in kompliziertes Formular auszufüllen um am Ende hoffentlich nicht noch Geld ans Finanzamt nachbezahlen zu müssen. Noch schlimmer wird es, wenn das Formular nicht in der eigenen Muttersprache auszufüllen ist. Viele Working-Holiday-Maker überlassen daher das Ausfüllen der Steuererklärung nach einem Work & Travel in Australien einer darauf spezialisierten Agentur.

Die Preise reichen dabei von 80 $ bis 100 $ bis hin zu 10 % bis 15 % der erstatteten Summe. Je nach dem wie hoch die Rückerstattung ist, kann das schonmal 250 $ oder mehr sein. Schließlich bekommen Working Holiday Backpacker im Durchschnitt 2500 $ zurück – im Durchschnitt. Das heißt, je nach dem wie viel du tatsächlich arbeitest, kannst du auch schnell schonmal 4.000 $ oder mehr zurück bekommen. Ich habe zum Beispiel für das Steuerjahr Jahr 2016/2017 4070 $ zurück bekommen (ich habe von Juli bis Dezember gearbeitet – also fast genau ein halbes Jahr).

In diesem Beitrag möchte ich über die Vor- und Nachteile des Selbermachen der australischen Steuererklärung nach einem Work and Travel reden und eine kurze, knackige Anleitung geben, wie genau man es selber machen kann und worauf man achten muss. Eins gleich vorne weg: es ist gar nicht so schwer und dauert insgesamt, bei guter Vorbereitung, nicht einmal eine Stunde.

Nehmen wir mal die 250 $ als Berechnungsgrundlage, dann hätte so eine Agent, der nichts anderes macht und die australische Steuererklärung wahrscheinlich in nicht einmal 30 Minuten erledigt, einen Stundenlohn von 500 $. Nicht schlecht im Vergleich zu deinem Mindestlohn von rund 21 $, findest du nicht? Deswegen kann ich nur jedem dazu raten die australische Steuererklärung selber zu machen.

Australische Steuererklärung von einer Agentur erledigen lassen

Vorteile

Seine australische Steuererklärung von einer Agentur erledigen zu lassen hat eigentlich nur einen wirklichen Vorteil. Du brauchst dich nicht um das Ausfüllen der Formulare und beantragen der Accounts kümmern. Das spart dir ein wenig Zeit und ist für alle geeignet, die der englischen Sprache nicht mächtig sind. Aber mal ehrlich, willst du wirklich 10 % deiner schönen Steuerrückerstattung aus Australien, möglicherweise mehrere Hundert Dollar, dafür bezahlen, 30 Minuten deiner Zeit zu sparen?

Und wer hat nach einem Work and Travel in Australien wirklich kein Wort Englisch gesprochen? Na gut, da gibt es bestimmt den ein oder anderen. Wenn du also absolut unsicher in der Sprache bist, schließlich wirst du einen Telefonanruf tätigen und ein Formular ausfüllen müssen, dann ist eine Agentur vielleicht das richtige für dich.

Nachteile

Der größte Nachteil ist meiner Meinung, dass eine Agentur einfach zu viel Geld kostet. Gerade wenn deine Erstattung nicht so hoch ist, haben die meisten Agenturen einen Grundpreis, den du zahlen musst. Dieser geht dann hoch bis zu einem gewissen Prozentsatz. Angenommen du hast einen Grundpreis von 80 $ und einen Anteil von maximal 10 %. Bekommst du am Ende 200 $ zurück, musst 80 $ davon abdrücken und hast effektiv nur 120 $.

Bekommst du hingegen 2.500 $, musst du 250 $ bezahlen und bekommst nur 2.250 $. Das ist eine ganz schöne Menge Geld. Nur damit du mal einen Vergleich hast: für 100 $ kannst du 3 bis 7 Tage durch Südostasien reisen. Ich würde mir das Geld sparen und auf dem Heimweg lieber noch ein paar schöne Tage auf Bali oder in Thailand verbringen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die Agenturen eben nicht um alles kümmern. Du musst ihnen trotzdem die relevanten Unterlagen zukommen lassen und wenn du die eh schon hast, kannst du, sofern du ein wenig Englisch sprichst, deine Steuererklärung für dein Work and Travel auch einfach selber einreichen und dir das Geld sparen. Ich kann echt nur den Kopf schütteln wenn Leute erzählen, dass ihnen die Steuer zu kompliziert ist und sie deswegen eine Agentur beauftragen, sich selbst aber niemals an der Erklärung versucht haben.

Wie funktioniert es?

Wenn du dich für eine Agentur entscheidest, brauchst du im Prinzip die gleichen Unterlagen, wie du auch zur Ausfüllung der eigentlichen Steuererklärung benötigst. Du musst ein paar Formulare ausfüllen und an die Agentur senden. Diese erstellt dann die Steuererklärung in deinem Namen. Ich habe mir mal das Beantragungsformular der bekanntesten Agentur Taxback.com angesehen und fand es fast noch komplizierter als die eigentliche Steuererklärung.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass jeder, der dir eine Agentur empfiehlt sich selbst nie wirklich mit der Steuer beschäftigt hat und in den meisten Fällen außerdem Affiliate Partner der jeweiligen Agentur ist. Somit erhält derjenige der dir eine Agentur empfiehlt etwas von deinem Geld – Geld was dir eigentlich in voller Höhe zustünde, wenn du es selber machen würdest. Sei also skeptisch wenn dir jemand das nächste mal eine Agentur ans Herz legt und dir einen entsprechenden Link schickt.

Australische Steuererklärung online selber machen – Schritt für Schritt Anleitung

Da ich absolut kein Fan davon bin irgendwelchen Agenturen Geld in den Rachen zu werfen für Dienstleistungen, die jeder in kürzester Zeit selber machen kann, gibt es nachfolgend eine Schritt für Schritt Anleitung, wie man seine australische Steuererklärung selber machen kann.

Der myGov Account

Der erste Schritt zur australischen Steuererklärung ist die Erstellung eines myGov Accounts. Dazu geht man einfach auf http://my.gov.au/. Dort drückt man nun den “Create an account” button unter dem Login Feld. Nach der Bestätigung der “Terms of use” gibt man seine E-Mail Adresse an. myGov schickt dir darauf hin einen Bestätigungscode per Mail, mit welchem du den Account aktivieren kannst.

Optional kannst du im nächsten Schritt deine Mobilnummer mit deinem Account zwecks Zwei-Faktor-Authentifizierung verbinden. Ich habe es beim ersten Mal gemacht. Nachdem ich Australien dann nach dem Second Year verlassen habe funktionierte meine Telstra Karte jedoch nicht mehr und ich musste mir einen neuen Account erstellen.

Dann gibst du ein Passwort für deinen Account ein. Merk es dir gut. Ich brauch wohl nicht sagen warum, oder? Dann musst du drei Sicherheitsfragen und die entsprechenden Antworten wählen. Wenn du dich nachher einloggen möchtest, wird zufällig eine der drei Fragen angezeigt und du musst sie richtig beantworten um dich einloggen zu können.

Dann ist dein Account auch schon bereit und du kannst zum nächsten Schritt übergehen.

Das Australian Taxation Office

Der zweite Schritt ist das Verbinden deines myGov Accounts mit dem ATO, dem australischen Finanzamt. Dazu loggst du dich in deinen myGov Account ein, gehst oben auf den Reiter “Services” und wählst dort “Australian Taxation Office” aus. Um die Verlinkung zu vervollständigen kannst du entweder online einige Fragen beantworten oder einen “Linking Code” verwenden.

Letzteren bekommst du nach einem kurzen Telefonat mit dem ATO. Die Nummer dazu lautet +61 13 28 61. Halte dazu folgende Dokumente bereit:

  • Deine TFN (Tax File Number)
  • Deinen Pass
  • Ein weiteres Dokument mit welchem du dich identifizieren kannst (z. B. deine australische Bankkarte)

Mit etwas Glück könntest du dich online verifizieren aber für mich hat das nie funktioniert. Ich bekam immer den Fehler “A932.02 – Ineligible to link“. Kleiner Tipp: Wenn du Australien schon verlassen hast, kannst du z. B. mit Skype sehr günstige Anrufe tätigen. Ich hab mir vor Ewigkeiten mal 10€ drauf geladen und der Anruf nach Australien hat mich glaube ich nicht mal einen Euro gekostet.

Nach einer kurzen Überprüfung deiner Daten bekommst du vom Mitarbeiter einen Code, mit dem du dann die Verlinkung deines myGov Accounts zu den Services des ATO bestätigen kannst und dann bist du im Prinzip schon bereit deine Steuererklärung auszufüllen und abzugeben. Ich bin übrigens immer wieder erstaunt, wie freundlich die Angestellten im Callcenter des ATO doch sind. Da können sich die deutschen Kollegen echt mal eine Scheibe abschneiden. Dort hört man die schlechte Laune der Angestellten des Finanzamtes schon nach Sekunden deutlich heraus.

Die Steuererklärung ausfüllen

So, kommen wir nun zum eigentlichen Knackpunkt. Die meisten Backpacker haben hiervor wahrscheinlich so große Angst, dass sie sich niemals wirklich dran trauen. Dabei würden sie merken, dass man sich hier vor nichts fürchten muss. Es ist überhaupt nicht kompliziert und in Nullkommanix erledigt. Man muss sich nur ein bisschen vorbereiten.

Bevor du anfängst, solltest du dir die folgenden Dokumente zurecht legen:

  • PAYG Payment Summary für jeden deiner Arbeitgeber oder
  • Alle deine Paychecks mit den jeweiligen Daten deiner Arbeitgeber

Die PAYG Payment Summary bekommst du üblicherweise nach Ende des Steuerjahres von deinen Arbeitgebern zugeschickt. Wenn sie es dir nicht von sich aus schicken, frag einfach mal freundlich nach. Sie müssen es dir geben und sind dazu gesetzlich verpflichtet. Wenn du nicht warten willst, kannst du die darauf stehenden Werte aber auch durch einfache Addition aus deinen Paychecks selber berechnen. Im Prinzip ist es nur eine Zusammenfassung wie viel Geld du insgesamt verdient hast und wie viel Steuern du bezahlt hast. Diese Daten trägst du dann in der Steuererklärung ein.

Doch zuerst kommt Schritt 1. In diesem werden ein paar allgemeine Daten von dir erfasst. Logge ich dazu in deinen myGov Account ein und besuche die Website des ATO unter http://ato.gov.au. Dann wählst du oben im Menü “Tax>Income Tax>Lodge Return” aus. Wähle das entsprechende Steuerjahr aus und schon kann es losgehen.

Nun gilt es die vier Schritte zu durchlaufen.

In Schritt 1 erfasst du wie schon erwähnt ein paar allgemeine Dinge wie deine aktuelle E-Mail Adresse, deinen aktuellen Wohnsitz (kann, wenn du noch in Australien bist z. B. dein aktuelles Hostel sein) und deine Postadresse. Stelle sicher, dass die Daten korrekt sind, besonders wen du schon wieder zu Hause bist und du kein australisches Konto mehr hast. Dann bekommst du deine Steuererstattung nämlich als Scheck und es wäre doch echt schade, wenn dieser nicht ankommen würde.

In Schritt 2 gibst du anschließend deine Kontodaten an. Ich weiß leider gerade gar nicht, ob man diesen Schritt überspringen kann wenn man schon kein Konto mehr in Australien hat. Vielleicht kann mir ein Leser einen Screenshot von diesem Schritt schicken. Ich habe meine Steuererklärung leider schon eingereicht und kann das Feld nicht mehr leeren um zu sehen was man sonst noch angeben kann. Ich vermute aber, dass man hier auch seine Adresse angeben könnte, um einen Scheck zu empfangen.

Hat meine noch ein Konto in Australien ist das um so besser. Dann bekommt man das Geld wesentlich schneller, da es nach der Bearbeitung direkt überwiesen wird. Will man das Geld dann außer Landes schaffen, bietet sich der Dienst Transferwise an, über den ich neulich schon geschrieben habe. Ich habe ihn etliche Male in Anspruch genommen und auch meine beiden Steuerrückerstattungen so von Australien nach Deutschland verfrachtet.

In Schritt 3 erfasst du, ob du “resident for tax purpose” warst, ob du einen Ehepartner hattest und was genau du mit deiner Steuer beanspruchen willst. “Resident for tax purpose” bist du üblicherweise nur wenn du mindestens 6 Monate an einem Ort gelebt und dort deinen Lebensmittelpunkt hattest. Ich habe z. B. mehr als ein halbes Jahr in Perth gelebt und dort für zwei Arbeitgeber gearbeitet, weswegen ich “resident for tax purpose” war.

Weiterhin sind Annika und ich verheiratet also kreuzte ich auch dieses Feld an. Zuletzt ging es darum, was ich beanspruchen wollte. Das war zum einen meine bereits bezahlte Steuer für mein Gehalt und zusätzlich war es nötig das Feld für “Working holiday maker net income” anzukreuzen, weil wir ja auf einem Working Holiday Visa in Australien waren.

Eigentlich habe ich dieses Feld gar nicht selber angekreuzt. Es wurde automatisch für mich ausgewählt, nachdem ich im nächsten Schritt angab, dass ich 2017 Einkommen mit einem WHV hatte. Man kann also eigentlich fast nichts falsch machen beim Ausfüllen der Erklärung. Toll oder? In Deutschland hätte so ein vergessener Hacken bestimmt Ärger gemacht.

Okay, nun geht es aber wirklich ans Eingemachte. Nach dem anfänglichen Larifari gilt es in Schritt 4 die Steuerdaten auszufüllen. Das ist mit PAYG Payment Summary jedoch ebenfalls ein Kinderspiel. Du musst nämlich lediglich die Daten aus den entsprechenden Feldern übertragen und schon bist du fertig. Das Ganze sieht dann in der Praxis wie folgt aus.

Im Bereich “Payment Summaries” gibt du alle Daten von all deinen PAYG Payment Summaries ein. Unter “Deductions” kannst du, sofern du die entsprechenden Belege hast, außerdem Dinge wie Fahrtkosten (z. B. Bus- und Bahntickets), Arbeitskleidung (z. B. die Sicherheitsausrüstung wenn du auf dem Bau gearbeitet hast), die Whitecard für den Umgang mit Alkohol oder andere Arbeitsmittel (z. B. einen Laptop den du für die Arbeit kaufen musstest) angeben.

Ich persönlich habe letzteres jedoch nicht gemacht, da ich es nicht besser wusste und die entsprechenden Belege für Bus und Bahn nicht aufgehoben habe. Zum Glück bin ich jedoch nur ein paar Wochen gependelt bevor wir sehr nah zu meinem Arbeitgeber gezogen sind und ich zu Fuß zur Arbeit gehen konnte.

Ansonsten musst du üblicherweise auf dieser Seite nichts mehr ausfüllen, mit Ausnahme des Feldes, ob du in Zukunft nochmal eine Steuererklärung ausfüllen musst. Wenn du dir Unsicher bist und du noch nicht im Second Year bist, kannst du einfach “Yes” ankreuzen. Wenn du weißt, dass du nie wieder kommen wirst, kreuz einfach Nein an. Ich weiß noch nicht, ob ich nicht vielleicht doch noch mal irgendwann nach Australien gehe (im Rahmen eines Arbeitsvisa) und habe daher Ja angekreuzt obwohl ich schon beide WHV verbraucht habe.

In den “Payment Summaries” trägst du wie gesagt für jeden Arbeitgeber den du hattest die entsprechenden Werte ein. So sieht das in der Praxis aus. Die Daten stehen alle in der PAYG:

Wie du siehst, musst du im Prinzip nur zwei Zahlen sowie den Namen und die ABN deines Arbeitgebers eintragen. Ein klein wenig tricky kann es werden, wenn du über die Jahreswende beim gleichen Arbeitgeber warst. Denn ab dem 01.01.2017 musst du das Working Holiday Income separat kennzeichnen. Wie du oben siehst, habe ich 3 Zeilen, war aber nur bei 2 Arbeitgebern tätig. Ich habe dazu einfach meine Paychecks genutzt um die entsprechenden Werte zu berechnen und heraus zu finden, wie hoch mein Einkommen ab dem 01.01. war.

Auf dem PAYG standen 15765 $ Gross Payments und 3888 $ Tax Withheld. Aus meinen Payslips, welche ich nach dem 01.01. erhielt, ging hervor, dass ich in 2017 insgesamt 3.778,5 $ Gross Payments und 672 $ Tax Withheld hatte. Beachte, dass bei nicht runden Beträgen abgerundet wird. Dann noch den Hacken “Yes” setzen und schon war alles ordnungsgemäß erledigt.

Wenn alles gespeichert ist, drückst du unten im Formular auf “Calculate” und das Programm spuckt dir schonmal einen ungefähren Wert aus, mit dem du ca. rechnen kannst. Anschließend kannst du über den “Lodge” Button die Steuererklärung einreichen. Nun heißt es nur noch 2-6 Wochen warten. Je nach dem wann du deine Steuer machst dauert es mal länger und mal geht es schneller.

Anfang Juli und im Oktober dauert es am längsten, da dann der Andrang am höchsten ist. Ich empfehle dir deine Steuer so früh wie möglich einzureichen. Ich habe meine immer schon im Juli gemacht und hatte dann Mitte-Ende Juli mein Geld. Für die oben genannten Zahlen habe ich übrigens eine saftige Erstattung in Höhe von 4070,40 $ bekommen.

Jetzt stell dir mal vor ich hätte das von einer Agentur machen lassen. Dann hätte ich nur 3.663,36 $ bekommen und 407,04 $ hätte sich die Agentur eingesteckt. Und das für nicht einmal 30 Minuten Arbeit. Da könnte selbst mein Stundenlohn als Programmierer nicht mal im Ansatz mithalten.

Australische Steuererklärung auf dem Papierweg machen

Man kann die Steuererklärung für sein Working Holiday übrigens auch in Papierform abgeben – auch von Deutschland aus. Die entsprechenden Formulare gibt es auf der Homepage des ATO. Ich rate jedoch davon ab da es einfach zu viele unnötige Schritte erfordert. Erst das Formular ausdrucken und dann per Post nach Australien schicken. Dazu kommt das Hoffen, dass der Brief unterwegs nicht verloren geht. Sehr lästig wenn du mich fragst. Mal abgesehen davon, dass du nicht jederzeit online den Status der Bearbeitung verfolgen kannst. Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Das Formular entspricht im Groben dem, was du sonst online ausfüllen würdest. Die Bearbeitungszeit ist jedoch ein klein wenig länger und die Versanddauer muss ebenfalls hinzu addiert werden.

Superannuation

Ein weiterer Punkt den du auf keinen Fall vernachlässigen solltest ist die Superannuation. Wenn du Australien permanent verlässt, kannst du auch hier unter Umständen ein hübsches Sümmchen zurück bekommen, welches sich ideal in eine Südostasienreise stecken lässt.

Was ist das?

Die Superannuation ist die australische Rentenvorsorge. Jeder Arbeitgeber ist ab einem bestimmten Gehalt (ich glaube irgendwas um die 400 $ pro Monat) verpflichtet, 9 % deines Gehalts in einen Superannuation Found zu zahlen (keine Sorge, das bekommst du nicht vom Gehalt abgezogen sondern zusätzlich oben drauf). Verlässt du Australien für immer, kannst du dir das angesparte Geld auszahlen lassen.

Wie bekommt man es zurück

Das kommt auf den Anbieter an. Jeder handhabt das ein wenig anders. Ich war bei Australien Super und musste einfach ein Formular, welches es auf deren Homepage gab, ausfüllen und ihnen unterschrieben zusenden. Das ging problemlos als Scan per E-Mail. Nach einer zweiwöchigen Bearbeitungszeit hatte ich dann mein Geld auch schon auf meinem Konto.

Auch hier ist es von Vorteil wenn man noch ein australisches Konto hat. Dann kann man sich das Geld einfach überweisen lassen. Ansonsten funktioniert es ähnlich wie mit der Steuer. Du bekommst per Post einen Scheck den du dann bei deiner Bank einlösen kannst. Da ich der Post jedoch nicht traue (zu oft sind schon Briefe und Pakete von mir verbummelt worden), bevorzuge ich wann immer es geht die direktere Variante.

Wie viel bekommt man zurück

Bei der Superannuation ist es so, dass du sie, wenn du sie dir auszahlen lässt, nicht in voller Höhe bekommst. Der australische Staat hält vorher noch mal kräftig die Hand auf und nimmt sich fast ein Drittel des angesparten. Mir wurde dazu gesagt, dass ich dieses Geld nicht mehr wieder sehen würde. Ich habe hier jedoch einen Bericht gefunden, in dem es heißt, dass man die Steuern für die Super über die Steuererklärung zurück bekommen kann.

Ob das nun stimmt kann ich leider nicht mit endgültiger Sicherheit sagen. Vielleicht solltest du einfach mal beim ATO anrufen und nachfragen, falls du es genau wissen willst. Eins steht jedoch fest. Den Super-Fond kannst du erst auflösen, wenn du Australien permanent verlassen hast und dein Visum endgültig abgelaufen ist.

Fazit

Die australische Steuererklärung selber machen kann dich ein einige Dollar sparen, von denen du etwas schönes unternehmen kannst. Die Steuererklärung in Australien ist dabei gar nicht so schwierig auszufüllen und du kannst sie bequem von zu Hause aus machen. Egal ob du noch in Australien bist oder schon zurück in deinem Heimatland, mit der Möglichkeit die australische Steuererklärung online machen zu können, hast du in nicht einmal einer Stunde alles notwendige ausgefüllt. Statt dein Geld teuren Agenturen für das Ausfüllen der australischen Steuererklärung zu geben, solltest du dir einfach kurz Zeit nehmen, es selber tun und dir von dem gesparten Geld etwas schönes kaufen.

Ich hoffe dieser Beitrag war dir eine Hilfe und nimmt dir ein wenig die Angst davor dich selber mit der Steuer zu beschäftigen. Überlass dein hart verdientes Geld nicht einfach irgendwelchen Agenturen aufgrund deiner Faulheit. Nimm die einfach mal an einem verregneten Nachmittag eine Stunde Zeit und zieh es durch. Du würdest dich sonst sicherlich über das verschenkte Geld ärgern. 🙂

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