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Hotel Review: Rembrandt Hotel in Bangkok

Endlich sind wir wieder in Südostasien. Es ist als wäre man nach langer Zeit wieder zu Hause angekommen. Alles ist seltsam vertraut, sieht aus wie immer. Die gleichen Gesichter, die gleichen Läden, die gleichen Gerüche, das gleiche Essen. Doch dieses Mal war etwas anders: wir kamen schnurgerade von der anderen Seite des Planeten und hatten den Jetlag des Todes.

So wirkliche Jetlag-Erfahrungen haben wir bisher kaum gesammelt. Schließlich hangeln wir uns eher von Nachbarland zu Nachbarland. Die letzte größere Reise war von Thailand nach Deutschland (6 Stunden). Doch da ging es auch in die entgegengesetzte Richtung und von Ost nach West zu fliegen verursacht sowieso keinen so großen Jetlag.

Dieses Mal ging es jedoch von West nach Ost und der Zeitunterschied lag bei 12 Stunden. Gut, da spielt die Richtung eigentlich keine große Rolle aber 12 Stunden sind schone eine ziemliche Hausnummer. So einen großen Zeitunterschied hatten wir noch nie. Kein wunder also, dass wir nach den Anstrengungen der vergangenen Tage einfach nur fertig waren. Ich konnte nicht einmal sagen wie lange wir eigentlich unterwegs waren.

Umso angenehmer war es da, dass wir zuvor einen super-duper Schnäppchen-Deal schießen und uns für drei Nächte ins Rembrandt Hotel in Bangkok einmieten konnten. Durch die Tricks des Hidden Travel Ninja ergatterten wir ein Superior Doppelzimmer inklusive Frühstück statt zum regulären Preis von rund 85 € pro Nacht zum Wahnsinnspreis von 64 € – für den gesamten Aufenthalt! Somit ergibt sich ein Preis von 21,33 € pro Nacht, was gerade einmal 25 % des ursprünglichen Preises ist.

Superior Doppelzimmer

Das Zimmer war der Hammer. Ich weiß nicht, ob wir schonmal in so einem schönen Hotelzimmer genächtigt haben – vielleicht bei unserer Hochzeitsreise auf den Malediven, nachdem wir ein Upgrade in einen privaten Bungalow bekamen, doch selbst dieser war nicht so geräumig wie dieses Zimmer. Neben dem extrabreiten Kingsize-Bett (oder ist das schon ein Twinsize?) gibt es im Zimmer noch zwei Sessel, einen Fernseher und einen Pseudoschreibtisch an dem man sich auch mal mit Laptop niederlassen kann. Für die ganz alten Hasen ohne Wifi (welches übrigens sehr schnell ist) gibt es sogar noch eine Netzwerkdose.

Die Lobby mit Bar

Im Eingangsbereich des Zimmers befindet sich die Tür zur Toilette, welche mit einer Badewanne auftrumpfen kann. Daneben ist der Kleiderschrank in dem sich neben dem für diese Preisklasse obligatorischen Safe sogar ein Bügeleisen und -brett befindet. Alles in Allem ein Traum und ich glaube das war nicht das letzte Mal, dass wir diesem Hotel einen Besuch abgestattet haben.

Auch der Rest des Hotels ist sehr schön. In der großzügigen Lobby gibt es viele Sitzgelegenheiten, ein paar öffentliche Computer und eine Bar in der man rund um die Uhr alles zu trinken bekommt, was das Herz begehrt. Vom noblen Champagner über importiertes Bier hin zu lokalen Erzeugnissen, von Cola bis Cognac – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und falls der kleine Hunger kommt kann man sich hier auch etwas zu essen bestellen.

Wellness auf der Dachterrasse

Die Bar war für uns jedoch weniger interessant. Dann schon eher der Dachpool, welcher sich auf der fünften Etage befindet. Dort lässt es sich nicht nur super planschen sondern dank Strandmuscheln und Liegestühlen auch excellent sonnenbaden. Auch hier kann ma sich natürlich etwas zu Essen kommen lassen. Besonders beliebt, so hat man mir gesagt, seien die Hauseigenen Burger-Kreationen.

Auf der gleichen Etage, in unmittelbarer Nähe zum Pool, befindet sich auch das hauseigene Spa in dem man erholsame Massagen, Gesichtsmasken, Peelings, Packungen und dergleichen erwerben kann. Pool und Spa werden durch einen kleinen Fitnessraum getrennt, in dem man sportlich aktiv werden kann.

Sonstige Räumlichkeiten

Ansonsten kann man sich noch ein wenig im Hotel umhertreiben und findet in den Fluren auf verschiedenen Etagen unter anderem diverse Konferenzräume, Sitzgelegenheiten, Bars, einen großen Saal für Veranstaltungen wie Hochzeiten und verschiedene Restaurants.

Genauer gesagt gibt es insgesamt sieben Möglichkeiten zu speisen. Bei unserem Besuch wurde das italienische Restaurant jedoch gerade renoviert. Von den übrigen sechs bietet das Rang Mahal die beste Aussicht. Es befindet sich auf einer der obersten Etagen und wie der Name vermuten lässt, wird hier indisches Essen serviert.

Etwas Dekadenz gefällig?

Wenn dich das schon beeindruckt, dann schnall dich jetzt besser an, denn ich habe mich mit der PR Managerin des Hotels getroffen, weil ich mir mal anschauen wollte, was der Luxusbunker sonst noch zu bieten hat und ich wurde nicht enttäuscht. Ich bekam eine private Rundführung durch das komplette Haus und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Das hochwertigste Zimmer, was man mir zeigen konnte, war die 90 m³ große Terrace Suite – das dritt-luxuriöseste Zimmer des Hotels.

Die Ausstattung des Schlafzimmers ähnelte dem unseres Zimmers. Jedoch hörte es hier nicht damit auf. Das Badezimmer hatte einen riesigen Kleiderschrank und neben dem Schlafzimmer befand sich das Wohnzimmer, welches einen zweiten Flatscreen, eine Couch und einen weiteren Schreibtisch bot. Außerdem führt hier eine Tür hinaus auf die Terrasse, von der die Suite ihren Namen hat.

Hinzu kommt, dass die Suite nicht nur ein Badezimmer sondern gleich zwei hat – für den Fall, dass man mal einen Gast empfangen möchte. Und wem das nicht reicht, der kann sich natürlich auch die Rembrandt Suite mit zwölfplätzigen Esstisch oder gleich die Präsidenten Suite mit zwei Wohnzimmern und 64 m³ Terrasse mieten. Leider konnte ich mir diese Zimmer nicht anschauen, obwohl ich es so gerne hätte.

Solch ein Luxus ist für uns jedoch vorerst unbezahlbar. Die Terrace Suite schlägt nämlich schon mit 325 € pro Nacht (ohne Rabatte) zu Buche und selbst die Executive Suite ohne Außenterrasse kostet selbst mit allerlei Rabatten noch stolze 160 € pro Nacht. Da tröstet es auch nicht, dass man beim Buchen dieser Zimmer Zugang zur Executive Lounge erhält, in der es morgens ein etwas hochwertigeres Frühstück und abends Cocktails gibt.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt

Normalbürger wie wir speisen zusammen mit dem restlichen Pöbel im “Flavours” genannten Großraumrestaurant.

Im Zimmerpreis ist, sofern man es denn gebucht hat, jedoch nur das Frühstück mit inbegriffen. Für alle anderen Mahlzeiten muss man sich selbst versorgen. Ich denke die übliche Klientel, die in diesem Hotel absteigt verfügt über genügend Kleingeld und speist vorzugsweise in einem der diversen Hotelrestaurants oder einem der Restaurants, die sich in der Straße befinden.

Da wir jedoch nur hier waren, weil wir über die Hidden Travel Ninja Tricks so günstig an das Zimmer gekommen sind, brauchten wir natürlich eine günstigere Quelle für die anderen Mahlzeiten des Tages. Glücklicherweise sind wir aber immer noch in Bangkok und so mussten wir nur eine Seitenstraße nehmen und schon saßen wir an einer der besten Garküchen, an denen wir je speisen durften.

Zwischen den hier essenden Einheimischen stachen wir als Touristen hervor wie bunte Hunde. Trotzdem zeigte sich mal wieder wie unglaublich freundlich und offen die Asiaten doch sind. Bei fast jeder Mahlzeit fingen unsere Tischnachbarn Gespräche mit uns an und man merkte, wie ehrlich sie sich für uns interessierten und wie stolz sie auf ihr Land und seine Gastfreundschaft sind. Das Essen war natürlich absolut lecker und preislich unschlagbar.

Fazit

Das Rembrandt Hotel in Bangkok ist schon ziemlich luxuriös und bietet jede Menge Komfort. Das hat aber auch seinen Preis. Für Urlauber mit dem nötigen Kleingeld können wir die schöne Herberge in der Nähe des Benjakitti Parks uneingeschränkt empfehlen. Da man in nur 800 Metern beim beliebten Terminal 21 Einkaufszentrum ist und auch Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln hat eignet sich das Rembrandt super als Basis für einen kürzeren Bangkok Urlaub oder aber Geschäftsreisende, die hier ihr Business zu erledigen haben.

Für Budget-Reisende wie uns und Backpacker im Allgemeinen ist es jedoch weniger empfehlenswert. Außer man ist eben Hidden Travel Ninja, zahlt für drei Nächte weniger als das Zimmer normalerweise pro Nacht kostet und nutzt die Zeit um sich zu akklimatisieren, dann ist es durchaus einen Besuch wert. 😝

 

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