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Weekly Review #17

Wochenrückblick vom 08.05.17 – 14.05.17

Auch in dieser Woche berichten wir aus dem schönen Paraguay und haben im Vergleich zu den letzten beiden Wochen auch einiges Erlebt und gemacht. 

Die Woche begann damit das wir nun endlich alle Papiere für unser Motorrad zusammen haben und theoretisch Paraguay mit samt Motorrad verlassen dürfen. Dazu fuhr Jan am Montag zur “Municiplidad”, der örtlichen Gemeindeverwaltung.

Mit all den notwendigen Papieren und Belegen, die wir in den letzten Wochen mühevoll zusammen getragen haben, war es nun endlich Möglich das Bike final anzumelden. Natürlich nicht ohne vorher noch etwas bangen zu müssen.

Als Jan herein kam und die Dokumente vorlegte, sah zuerst alles gut aus. Dann wurde er jedoch nach seinem paraguayischen Personalausweis gefragt, den er natürlich nicht hat. Die Damen hinterm Tresen wollten ihn schon vertrösten und ihm sagen, dass es absolut unmöglich wäre das Motorrad anzumelden.

Doch da erbarmte sich Gottseidank der einzige Mann im Büro und erklärte den Damen, dass Jans Reisepass auch eine Ausweisnummer hat und man einfach diese nehmen könnte. Dann noch schnell bezahlen und endlich war alles geschafft. Das Nummernschild ist für ein Jahr gültig und wir dürfen nun offiziell durch Südamerika brettern. Passend dazu gibt es nun auf unserem YouTube Kanal ein Video von der ganzen Geschichte.

Da das Wetter am Montag so schön war gingen wir gegen Abend spazieren. Wir lieben es durch unser kleines aber feines Dorf zu spazieren, die bunten Häuser zu betrachten, die Einheimischen zu beobachten und uns einfach nur glücklich und frei zu fühlen.

Zudem müssen wir ja auch unsere neuen Wanderschuhe einlaufen. Da wir jetzt schon ein paar mal mit den Schuhen unterwegs waren, kann ich nur sagen, dass sie sehr bequem sind und ich in ihnen gut laufen kann. Somit spricht nichts mehr gegen größere Wanderungen.

Auch am Dienstag hatten wir Glück mit dem Wetter und verbrachten viel Zeit draußen. Außerdem haben wir uns erneut einen Kürbis hinter dem Haus gepflückt und daraus eine leckere Suppe gemacht. Das ist das schöne an Paraguay, denn irgendwie wächst hier alles im Garten bzw. in anderer Leute Garten. Avocado, Papaya, Kürbis alles was das Herz begehrt.

Am Mittwoch konnten wir dabei zusehen wie unser Pool entleert wurde. Wir waren schon seit einigen Wochen wetterbedingt nicht mehr im Pool und dank einigen Tagen ohne Pumpe sah das Wasser auch alles andere als einladend aus – es erinnerte mehr an einen Gartenteich.

Also wurde das Wasser mit Hilfe einer Pumpe heraus gelassen, der Pool wurde sauber gemacht und jetzt ist er immer noch leer. Es sieht schon komisch aus ständig auf einen leeren Pool zu schauen aber ihn wieder zu füllen würde aktuell keinen Sinn ergeben, denn der Winter steht quasi vor der Tür. Juni, Juli und August sind die kältesten Monate und ich wage zu bezweifeln, dass wir in nächster Zeit nochmal schwimmen gegangen wären.

Außerdem haben wir die Woche wieder angefangen intensiver Sport zu treiben. Das hatten wir in der vergangenen Zeit etwas schleifen lassen. Jetzt haben wir uns fest vorgenommen mehrmals pro Woche Laufen zu gehen, wobei Jan eine wesentlich größere Rund läuft als ich. Na ja ich arbeite daran.

Irgendwie kamen wir diese Woche auf die Idee uns selber Trockenfleisch aka Beef Jerky herzustellen. Das hat erstaunlicherweise auch sehr gut funktioniert. Wir haben uns im Supermarkt einfach sehr dünnes Fleisch gekauft. Außerdem Soja- und Worcestershiresauce und diverse Gewürze.

Das Fleisch haben wir erst mariniert und dann für mehrere Stunden im einen Spalt offenen Ofen bei niedrigster Temperatur gebacken. Unser Miniofen ist eigentlich sogar noch zu heiß, besser hätte es in einem Dörrautomaten funktioniert. Aber das Ergebnis konnte trotzdem überzeugen und wir werden es nun bestimmt öfters machen.

Das Wetter war die ganze Woche sehr gut. Außer gestern Nachmittag/Abend – da ging ein heftiges Unwetter los. Es stürmte, regnete und donnerte wie verrückt. Zeitweise fiel sogar der Strom aus und wir saßen hier im dunkeln. So ist das hier leider im Herbst und Winter. Dafür ist es sonst meist relativ warm und wir können draußen sitzen und arbeiten.

So heftig hat es bisher aber auch noch nicht geregnet und das blödeste war, dass auf einmal die Klimaanlage anfing zu spinnen. Im Sekundentakt ging sie von alleine an und wieder aus. Das an sich wäre ja nicht so wild, hätte sie nicht bei jedem An/Aus gepiept. Piep, piep, piep, piep – ach wie nervig. Da kam der Stromausfall dann doch ganz gelegen.

Natürlich haben wir auch diese Woche wieder sehr viel gearbeitet. Wir sind beide hoch motiviert und haben klare Ziele vor Augen, weshalb es sich manchmal gar nicht wie arbeiten anfühlt. Außer für Jan, denn sein Team hatte eine Deadline einzuhalten und so musste er diese Woche einige Überstunden schieben. Trotzdem genießen wir unsere Zeit hier in Paraguay und sind momentan sehr zufrieden mit unserem leben. Noch nie hat arbeiten so viel Spaß gemacht.

Nachdem Jan am Freitagmorgen die letzten Zeilen Code für die Australier geschrieben und die App in den AppStore geladen hatte, wendete er sich einem eigenen Projekt zu. Er arbeitet seit einiger Zeit schon an einer coolen kleinen App, hatte das Projekt aber seit Februar auf Eis gelegt.

Durch das, was er bei der Arbeit für die Australier gelernt hat, war er nun wieder hoch motiviert und verbrachte das gesamte Wochenende mit der Arbeit an seiner App. Nicht mehr lang und er wird endlich wieder eigene Apps in den AppStore stellen. Vor rund 4 Jahren war er das letzte Mal als Entwickler im AppStore vertreten, hatte damals aber aufgrund mangelnder Zeit und zu wenig Erfahrung aufgehört – da war das Studium wichtiger.

Das soll sich aber dieses Jahr wieder ändern, denn jetzt ist er zum einen viel Erfahrener und hat zum anderen viel mehr Zeit seine Ideen umzusetzen. Und wer weiß, vielleicht macht er ja irgendwann die Knallerapp, auf die die Menschheit gewartet hat.

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